NARM® in Freiburg – im Gespräch tiefer gehen
Manche Themen zeigen sich als wiederkehrende Muster in Beziehungen oder als das Gefühl, trotz vieler Einsichten immer wieder an denselben Punkt zu gelangen. Zum Bespiel das Erleben, sich nach Nähe und Verbundenheit zu sehnen und sich zugleich zurückzuziehen oder anzupassen. Oder im Kontakt mit einem anderen Menschen immer das Gefühl zu haben, die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren.
Für diese Anliegen arbeite ich mit NARM®, dem NeuroAffektiven Beziehungsmodell. Die Arbeit findet vorwiegend im Gespräch in meiner Praxis in Freiburg statt.
Was NARM® ist
NARM® ist die Abkürzung für NeuroAffective Relational Model®, entwickelt von Laurence Heller. Die Methode arbeitet mit Entwicklungs- und Bindungsmustern, also mit dem, was wir früh gelernt haben, um in Verbindung zu bleiben oder um fehlende Verbindung zu überleben: uns anpassen und funktionieren zum Beispiel, stark sein und die eigenen Bedürfnisse hintenanstellen.
Isolation und Dissoziation sind die primären Bewältigungsmechanismen eines Menschen für den Umgang mit frühen Traumata. Doch was früher buchstäblich lebensrettend war, steht dann im Erwachsenenalter im Berufsleben, in Beziehungen und in der Beziehung mit uns selbst im Weg.
Nach dem NARM®-Modell entsteht anhaltendes Leiden insbesondere durch eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen Identität, die sich als Anpassungsreaktion auf frühe Erfahrungen entwickelt. Ein zentrales Element des NARM®-Modells ist die Arbeit mit dem unbewussten Anpassungsprozess, durch den wir versucht haben, die Bindungs- und Liebesbeziehung zu unseren Bezugspersonen aufrechtzuerhalten.
Um diese Beziehung zu schützen, können eigene entwicklungsbezogene Bedürfnisse, Gefühle und Impulse abgespalten oder unterdrückt werden. Auf diese Weise wird das Bild der Bezugsperson bewahrt (die für das Überleben des Kindes lebenswichtig ist), während sich gleichzeitig eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen Identität und ein beeinträchtigtes positives Selbstgefühl entwickeln können.
NARM® richtet den Blick nicht vorrangig auf die ausführliche Aufarbeitung deiner Kindheit. Im Mittelpunkt steht, wie früh entstandene Muster heute wirken. Indem sie sich in der Gegenwart zeigen, können wir sie gemeinsam erforschen und neue Möglichkeiten entwickeln.
In dieser Stunde und in diesem Moment können wir neue Erfahrungen machen, die sich in unserem Gehirn durch neue Synapsenverknüpfungen etablieren. Alte Erfahrungen werden dadurch nicht überschrieben, aber dein Organismus erhält mehr Reaktionsmöglichkeiten.
Wie NARM® bei mir aussieht
NARM® ist bei mir zunächst vor allem Gesprächsarbeit. Wir sitzen uns gegenüber (wie entscheidest du) und erforschen gemeinsam dein gegenwärtiges Erleben. Die Arbeit kommt meist ohne direkte Körperarbeit und Berührung aus. Dein Körper bleibt dennoch einbezogen, denn wir achten darauf, was während des Gesprächs in dir geschieht.
Eine NARM®-Stunde beginnt oft mit deinem Herzenswunsch: Wir klären, was du dir wirklich wünschst, und schauen, was in deinem Leben möglich und anders wäre, wenn dieser Wunsch in Erfüllung geht. Das NARM-Spezifische ist der Schritt danach. Wir erforschen gemeinsam, was der Erfüllung deines Wunsches im Weg steht. Nicht damals, sondern jetzt, in deinem Erleben. Und dafür gibt es viel Zeit und Raum zum Erforschen, Nachspüren und Integrieren.
Das Ziel ist bei NARM® ist die emotionale Vervollständigung. Erleben, das einmal unterbrochen wurde, darf sich nachträglich zu Ende entwickeln. Was damals nicht gefühlt, ausgedrückt oder verarbeitet werden konnte, kann im geschützten Rahmen wieder zugänglich werden.
Gerade deshalb arbeite ich langsam und prüfe immer wieder, was dein System gerade halten kann. So kannst du in die Tiefe gehen, ohne den Boden zu verlieren. Und ob und wann ein Thema drankommt, bestimmst immer du.
Durch meine Ausbildung in Somatic Experiencing® arbeite ich traumasensibel. NARM® selbst lerne ich seit November 2025 in der laufenden Weiterbildung (Abschluss voraussichtlich Anfang 2027).
Für wen NARM® passt
NARM® kann ein Weg für dich sein,
- wenn du in deinen Beziehungen wiederkehrende Muster wahrnimmst, die du verändern möchtest
- wenn du die Bedürfnisse anderer gut kennst, nur deine eigenen nicht
- wenn du deine eigenen Grenzen nicht wahrnehmen kannst, oder dich schlecht fühlst, wenn du Grenzen setzt
- wenn du funktionierst, aber dich dabei von dir selbst entfernst
- wenn du lieber im Gespräch arbeitest oder Berührung für dich gerade nicht passt
Mein Angebot richtet sich an Menschen, die selbstverantwortlich ihr Leben gestalten können und wollen. Und für den Anfang reicht schon der Wunsch, etwas zu verändern. Ich beschreibe hier meine Arbeitsweise, verspreche jedoch kein bestimmtes Ergebnis. Meine Arbeit ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
NARM®, Somatic Experiencing® oder Körperarbeit?
Zur Orientierung: Somatic Experiencing® arbeitet über das Nervensystem sehr vorsichtig um belastendes Erleben herum, meist im Sitzen und ohne dass du die Geschichte noch einmal erzählen musst. Körperarbeit (Grinberg Methode® und Pantarei Approach®) findet immer auf der Liege statt, mit Berührung, Atmung und Bewegung. Und NARM® ist das Gespräch, das direkt in dein Thema geht – fast ohne Körperarbeit.
Du musst dich nicht vorher festlegen. Ich arbeite ohne starres Methodenprogramm, wir richten uns danach, was dir entspricht und was dein System gerade halten kann.
Der Einstieg
Am Anfang steht ein Erstgespräch, in dem wir uns kennenlernen und deine Anliegen klären. Natürlich steigen wir hier schon in die Arbeit ein. Danach nehmen wir uns 4–5 Sitzungen Zeit und entscheiden gemeinsam, ob und wie wir weiterarbeiten.
Sitzungen finden auf Deutsch, Englisch oder Online statt, in meiner Praxis in der Fichtestraße 29 in Freiburg.
Oder ruf einfach an: 0172 999 35 35 – oder schreib an hallo@rebekkafrank.com.